Coronavirus (SARS-CoV-2) - Aktuelle landeskirchliche Empfehlungen

Apr 2020
30
Donnerstag

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Der Kirchenvorstand Bad Zwesten hat in seiner Sitzung beschlossen, dass Gottesdienste möglichst nur im Freien gefeiert werden sollen. Die Erfahrungen dabei sollen helfen, wie weiterhin bei Gottesdiensten mit den Vorgaben der Landeskirche umgegangen werden kann.    

Pfr. Bernd-Peter Jensen

 

Das Schreiben des Prälaten vom 27.4.2020 in Auszügen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,

Wenn wir jetzt in unseren Kirchen wieder gemeinsam Gottesdienst feiern, dann müssen dabei Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden. Gottesdienste werden deshalb nicht in der gewohnten Form gestaltet werden können. Niemand soll sich infizieren. Wir müssen alles uns Mögliche tun, um aufeinander zu achten und uns gegenseitig zu schützen.
Der Auftrag, unsere Nächsten und uns selbst zu schützen, gehört zum Wesen unseres christlichen Glaubens.

Die Möglichkeit, in den Kirchen oder an anderen Orten Gottesdienste feiern zu können, bedeutet keine Verpflichtung. Jeder Kirchenvorstand muss prüfen, ob er unter den gegenwärtigen Bedingungen Gottesdienst in der Kirche feiern kann und will.

Im Kontakt mit den Kirchenvorständen im Kirchspiel bzw. im Kooperationsraum ist zu klären, welche Kirchengebäude sich mehr oder weniger für einen Gottesdienst unter Corona-Bedingungen eignen. Des Weiteren ist zu klären, welche Pfarrer*innen und welche Mitarbeiter*innen für die Feier des Gottesdienstes tatsächlich zur Verfügung stehen.

Als Einstieg für Gottesdienste in den Kirchen können kürzere Gottesdienstformen helfen, um mit den besonderen Bedingungen vertraut werden zu können.

  1. Die Teilnahme an Gottesdiensten wird auf eine den Abstandsregelungen entsprechende Höchstzahl von Personen beschränkt. Diese ergibt sich aus einer Markierung der möglichen Sitzplätze, die nach allen Seiten einen Mindestabstand von 1,5 Metern, besser von 2 Metern sicherstellt. Personen, die in einem Hausstand leben, können nebeneinandersitzen.

  2. Die Wahrung des Abstands beim Betreten und Verlassen der Kirche und beim Aufsuchen der Plätze sowie die Einhaltung der ermittelten Höchstzahl an Personen wird durch geeignete Maßnahmen sichergestellt. Sofern die Höchstzahl an Personen erreicht ist, dürfen weitere Personen nicht in den Kirchenraum eingelassen werden.
    Gegebenenfalls ist eine „Einweg-Regelung“ vorzubereiten: Eingang durch das Portal, Ausgang durch eine Seitentür. Oder: Eingang über einen der Seitengänge, Ausgang durch den anderen.

  3. Weitere Hygienemaßnahmen:
    • Das Tragen von Mund-Nase-Masken! Liturgisch ohne Maske handelnde Personen müssen ausreichenden Abstand zu anderen Personen halten. (Empfehlung: mindestens 4 Meter).
    • Gemeinsames Singen der Gemeinde und von Chören findet nicht statt, weil es ein besonderes Infektionsrisiko in sich birgt. Sologesang in ausreichendem Abstand zu anderen Personen (Empfehlung: mindestens 4 Meter) oder mit Plexiglasschutz ist möglich.
      (Singen spielt beim Infektionsgeschehen aufgrund der verstärkten Abscheidung von potenziellen infektiösen Tröpfen, die auch über größere Distanzen verbreitet werden, eine besondere Rolle.)
    • Gesangbücher werden auch für das Lesen von Texten nicht genutzt, Textblätter sind möglich.
    • Emporen werden nicht genutzt mit Ausnahme von Mitwirkenden im Rahmen der musikalischen Gottesdienstbegleitung (Orgel), Sologesang auf Emporen ist nur mit Plexiglasschutz möglich.
    • Auf Körperkontakt wird verzichtet (kein Friedensgruß per Handschlag, keine Handauflegung zum Segen, keine Begrüßung oder Verabschiedung mit Handkontakt oder Umarmen etc.).
    • Die Kollekte wird nur am Ausgang kontaktlos gesammelt.
    • Nach jedem Gottesdienst werden Türgriffe, Handläufe, Oberflächen, Bänke und Sitzflächen desinfiziert.
    • Im Eingangsbereich der Kirche werden – soweit möglich – Desinfektionsmittel bereitgestellt.
       
  4. Abendmahlsfeiern bergen besondere Infektionsrisiken. Von ihnen wird vorerst dringend abgeraten. Nach evangelischem Verständnis ist ein Wortgottesdienst keine Minderform des Gottesdienstes, weil Christus auch im Wort ganz gegenwärtig ist.

Bernd Böttner, Prälat