Kirchenjubiläum 50 Jahre Kirche in Betzigerode am 25. Mai 2014

11. Juni 2014 KV Betzigerode

Jesus Christus spricht: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20)

Wir blicken auf einen gelungenen und erfüllten Festtag zur Feier unseres Kirchenjubiläumszurück. Bei strahlendem Sonnenschein kamen die Besucher zum Gottesdienst um 14 Uhr zur Kirche in Betzigerode. Der Kirchenraum füllte sich bis auf die letzten Plätze, so dass auch noch die Bänke auf dem Außengelände genutzt wurden. Es kamen ca. 130 Besucher, geladene  Gäste, viele in Betzigerode Getaufte, Mitglieder der eigenen sowie der Nachbargemeinden zu diesem Ereignis zusammen. Der Kirchenchor unter der Leitung von Nadine Vollmar begleitete mit seinem schwungvollen Gesang die festliche Stunde. Pfarrerin Dorothea Wecker eröffnete den Gottesdienst  mit den Worten aus Matthäus 18, 20. Wir sind es heute gewohnt, dass jede Ortschaft ihre Kirche hat. Einen Ort der Besinnung und der Neuausrichtung, einen Ort zum Singen und Beten, Bekennen und Hören auf Gottes Wort. Dies war für Betzigerodeallerdings nicht immer selbstverständlich. Erst vor fünfzig Jahren, am 09.02.1964, wurdediese Kirche eingeweiht.

Die Predigt zum Festgottesdienst hielt Dekan Dr. Helmut Umbach. Seine Verbundenheit mit der Kirche in Betzigerode kam deutlich zum Ausdruck. Er fand sehr anschauliche Worte, um diese zu beschreiben. Er schätzt den Bau, der in seiner Schlichtheit auf die wesentlichen Elemente des Christentums hinweist. Auf den Ort der Taufe, mit dem seitlich einfallenden Licht und auf den modernen Altar, den Ort des Abendmahls und der Wortverkündigung. Die weißen Wände lenken nicht mit Bildern ab und ermöglichen, dass die Kirchenbesucher mit ihrem Gesang und ihrem Erscheinen dem Kirchenraum immer wieder neu Gestalt geben. Die moderne Architektur setzte er gleich mit einem Tortenstück. Die breite Wand im Eingangsbereich mit ihren zwei rechten Winkeln sowie den schräg aufeinander zulaufenden Seitenwänden. Für die Gläubigen endet der Raum nicht mit der Rückwand, mit dem Altar und dem Kreuz. Danach geht es weiter, bis in der imaginären Spitze des Tortenstückes, das sich außerhalb der Kirche befindet, alles zusammenläuft. Jubilate – Kantate – Rogate,  die Bedeutung dieser Sonntage nach Ostern vereinen sich in dem Festgottesdienst aufs allerbeste, betonte der Dekan mehrfach in seiner Predigt und wünschte sich vom Kirchenchor das „Jubilate“ noch mal als Zugabe für den Gottesdienstausklang.

Kaffeeduft und ein reichliches Kuchenbuffet empfing die Gäste im schön eingedeckten Saal des DGH. Sie freuten sich über die kurzen und herzlichen Grußworte von Bürgermeister Michael Köhler. Dekan Dr. Helmut Umbach stimmte mit den Kaffeegästen einen Kanon an.

Pfarrerin Dorothea Wecker  richtete die Grüße von den ehemaligen Gemeindepfarrern,Helmut Besch, Ralf Gebauer und Daniel Bormuth aus, die an diesem Tag leider verhindertwaren. Genesungswünsche sendete sie an Bischof Prof. Dr. Martin Hein, der aus gesundheitlichen Gründen nicht, wie geplant, den Gottesdienst leiten konnte.

Im Untergeschoss wurde eine Ausstellung zum Thema Taufe gezeigt. Viele Familien hatten Bilder und Gegenstände von ihrem Tauffest und anderen kirchlichen Feiern zur Verfügung gestellt. Ein besonderes Ausstellungsstück war das Taufkleid der Familie Jauer, das sichschon seit 90 Jahren in deren Besitz befindet. Die historische Taufschale aus der Stiftung Goeddaus aus dem 18. Jhd. wurde ebenfalls zu dem Jubiläum ausgestellt. Der andere Teil derAusstellung zeigte Bilder, Geschichten und Berichte  aus den 50 Jahren Kirchenleben in Betzigerode.

Herzlich danken wir allen Helferinnen und Helfern, die die Jubiläumsfeier unterstützt haben.