Mahnwache für Flutopfer

5. August 2021 U.Otto

Am Mittwoch, den 4.8. fand eine Mahnwache für die Opfer der letzten Flutkatastrophen an der Kirche statt. Die Mitglieder der Feuerwehr waren nach ihrem Übungsabend mit den Einsatzfahrzeugen zur Kirche gefahren. Nach einem kurzen Bericht von Bürgermeister Köhler über die Opferzahlen berichteten Mario Hommel vom DRK und Marc Bachmann von der Feuerwehr in beeindruckenden Worten von ihren Einsätzen ‚vor Ort‘. Mit einem Gebet schloss Pfarrer Philippi die Andacht.

Herzlichen Dank an alle Ehrenamtlichen für alle Einsätze, ob Tag oder Nacht, im Urlaub, in Freizeit oder während der Arbeitszeit, bei Hochwasser, Unfällen oder Feuer… Bleiben Sie bei allen Einsätzen stets behütet und vor Unheil bewahrt!

Gebet von Pfarrer Philippi:

„Höre unsere Worte, Herr! Versteh, warum wir mit vielen anderen Menschen unser Gebet an dich richten. Erschrocken und voller Mitgefühl sahen wir die Flutkatastrophe vor 3 Wochen, sehen Brände und ihre Ausmaße in den Ländern rund ums Mittelmeer in diesen Tagen. Mitmenschen haben Menschen verloren im Chaos der Unwetter und verlieren sie im Flammenmeer, verlieren das Dach über dem Kopf, ja das ganze Haus, die Arbeitsstelle und so viel anderes aus dem Leben und dem Alltag.

Wir bitten dich, Gott, sei bei den Menschen, die um ihre Angehörigen trauern. So viele sind noch vermisst, lass sie gefunden werden.

Wir denken an diejenigen und bitten auch für die, welche für ihr weiteres Leben neue Wege suchen müssen, weil die altgewohnten zerstört sind und nicht mehr begangen werden können.

Für alle, die helfen danken wir! Den Helfern aus der Feuerwehr, dem DRK, von beiden Gruppen waren einige Mitglieder aus Bad Zwesten vor Ort im Einsatz, der Bundeswehr und allen anderen Helfergruppen. Den vielen Menschen, die nicht organisiert, sondern spontan, aus eigenem Antrieb zur Hilfe, zur Rettung, zur Bergung eilten und noch eilen. Bewahre alle vor Schaden und gib ihnen Ausdauer und Kraft. Auch zum Wiederaufbau.

Gib auch den Politisch Verantwortlichen einen langen unbürokratischen Atem, denn den werden sie brauchen. Lass keine Zeit verloren gehen mit Spekulationen über Schuld. Lass uns das Geschehen als einen Weckruf an uns alle erkennen, dass wir die Zeichen der Natur und des Klimawandels noch besser verstehen und begreifen, weil auch wir, unsere Kinder und Kindeskinder in der Zukunft solchen Gefahren ausgesetzt sein werden. Lass uns schneller Konsequenzen ziehen, ein jeder vor seiner Haustür. Wir sind noch nicht am Ende, weil Du, unser Gott zu uns stehst. Wir verlassen uns auf deine Zusage an Noah und die Seinen: „Solange die Erde besteht, werden nicht aufhören Saat und Ernte Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Auch WIR danken die für diese Zusage. Lass uns dankbar alles tun, dass sie auch für uns und unsere Erde immer wahr bleibt. Wir stehen ja mit dir auf der Seite des Lebens. AMEN“